---Aprilscherz--- Neue Wege bei der Wasserversorgung


Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Siems bilden, zusammen mit der FF Dänischburg, den 3. Löschzug Wasser der Hansestadt Lübeck. 
Spezialaufgabe des 3. LZW ist die Wasserversorgung über lange Wegstrecken. Hierfür sind die Wehren mit diversen Verstärkerpumpen und einem Schlauchwagen ausgerüstet, welcher mit ca. 2000 Meter Druckschlauch bestückt ist. Im Einsatzfall werden die leeren Schläuche von diesem Fahrzeug aus verlegt und dann mit Hilfe der Pumpen unter Wasserdruck gesetzt. Dieses Vorgehen kann, bei großen Entfernungen, zu einer wahren Materialschlacht werden und entsprechend viel Zeit in Anspruch nehmen, bis das Löschwasser die Einsatzstelle erreicht.

Genau an dieser Stelle haben einige Kameraden der FF Siems angesetzt und haben nach einer Lösung gesucht, die Wasserversorgung zu beschleunigen. Nach etlichen Wochen der Tüftelei kam die Idee auf, die Druckschläuche bereits vorher zu befüllen und dann im gefüllten Zustand auf einem Anhänger zu transportieren.

Die Schlauchlängen sollen nun mit Wasser gefüllt und mit Blindkupplungen verschlossen werden. Der Transport erfolgt auf einem Tiefladeranhänger, der vom Schlauchwagen gezogen wird.  An der Einsatzstelle werden die vollen Schläuche dann bei langsamer Fahrt vom Anhänger heruntergerollt und zusammengekuppelt.
Bei diversen Praxistests haben die Kameraden festgestellt, dass beim schnellen Kuppeln der Schläuche lediglich ca. fünf Liter Wasser aus den gefüllten Schläuchen entweicht. Dieser Wert ist so gering, dass alles für diese revolutionäre Art der Wasserversorgung spricht. 
Pro 100 Meter verlegter Schlauchstrecke können so im Durchschnitt ca. drei Minuten Zeitersparnis im Vergleich zur hergebrachten Methode erarbeitet werden. Und da der Faktor „Zeit“ bei der Brandbekämpfung keine unerhebliche Rolle spielt, wird sich diese neue Vorgehensweise sehr schnell durchsetzten.

Die Idee wurde sowohl der Leitung der Berufsfeuerwehr Lübeck, als auch dem Vorstand des Stadtfeuerwehrverbandes vorgestellt, und von beiden Institutionen nur so mit Superlativen wie „sensationell“ und „revolutionär“ überhäuft. Es wurde sogar gesagt, dass die neue Methode das gesamte Feuerlöschwesen auf den Kopf stellen könnte.

Einen Testlauf in der Praxis wird erstmal bis zum 01. Oktober 2016 unter strenger Beobachtung durchgeführt.


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